KARL ANDERSSON & SÖNER

Die Firmengeschichte

Alles fing 1898 an, als der Schreiner Karl Andersson im Dörfchen Berghem zwischen Huskvarna und Gränna am Vätternsee begann, Möbel herzustellen. Zuvor hatte Karl als Geselle und später als Schreinermeister in den Großstädten Stockholm und Jönköping gearbeitet, bevor er schließlich in sein Elternhaus zurückkehrte. Hier richtete er in einem der Zimmer seine Möbelwerkstatt ein. Die einfache Ausrüstung bestand aus einer Hobelbank, einer Scherensäge, einem Ochsenhobel sowie einigen Kleinwerkzeugen. Mehr benötigte der unbändige Optimist nicht, um Sekretäre, Betten, Sofas, Tische und Stühle für alle herzustellen, die seine Möbeln brauchten.

Karl Andersson war als kreativer Mann voller sprudelndem Tatendrang bekannt, der die meisten seiner Ideen umsetzte. Feierlich versprach er, nur "gut gemachte und haltbare Schreinerarbeiten" anzufertigen. Schon bald eilte ihm der Ruf voraus, "der beste, wenngleich auch der teuerste Gewerbsmann der Gegend" zu sein. Karl Andersson und seine getreue Frau Ida bekamen fünf Söhne und sechs Töchter, und nahmen darüber hinaus einen Ziehsohn bei sich auf. Vier der Söhne traten nach und nach in die Firma ein, jeder mit einem eigenen Zuständigkeitsbereich. Der Rat, den Karl Andersson seinen Söhnen mit auf den Weg gab, lautete: "Haltet zusammen, Jungs, dann wird es schon gut gehen!" 1944 bildete man die Aktiengesellschaft Karl Andersson & Söner.

Als das Unternehmen immer weiter wuchs, gelang es, die handwerkliche Tradition und die höchsten Qualitätsansprüche auf den modernen Großbetrieb mit Serienfertigung zu übertragen. Die Vision von Karl Andersson und seinen Söhnen ist bis heute Leitstern des Unternehmens geblieben: Die Möbel sollen sich durch hohe Qualität, gute Funktion und klare Form auszeichnen, wobei das Gefühl für Holz im Vordergrund stehen soll. Heute verwenden wir für unsere Möbelproduktion furnierte Tischlerplatte und Massivholz. Seit dem Jahr 2000 kombinieren wir das Holz in manchen unserer Möbel auch mit Stahl.

Im Laufe der Jahre trug die Zusammenarbeit mit unseren Designern gute Früchte. Viele Möbel von Karl Andersson & Söner zählen zu schwedischen Klassikern, die u.a. im Nordischen Museum von Stockholm zu sehen sind. Professor Carl Malmsten entwarf Ende der 1940er Jahre die Möbelserien Visingsö und Vapensmeden für uns. In den 1950ern zeichnete der dänische Architekt Børge Mogensen die Serie Øresund, die Tisch, Schrank und Stühle umfasste. Zu diesem Zeitpunkt begann Karl Andersson & Söner das industrielle Handwerk mit Tischlerplatte und Furnier einzuführen. Obwohl Børge die Serie bereits 1955 entwarf, wird sie noch heute gefertigt – und sie ist noch immer genauso aktuell wie damals.

1972 schuf Karl Anderssons jüngster Sohn Göran Malmvall die Schrankserie KA72. Diese Schränke schmücken heute viele Privatwohnungen, Büros und Botschaften in aller Welt. Ende des vorigen Jahrhunderts begann Ulla Christiansson, Stahl in unseren Holzmöbeln einzuführen. Im Jahr 2000 kam ihre Möbelserie Trippo auf den Markt, mit ihren charakteristischen Tischen und schlanken Beinen. Zeitgleich entwickelten Tony Almén und Peter Gest unseren 2K-Schrank, der ebenfalls Details aus Stahl aufwies. 2006 entwarfen Mattias Ståhlbom und Daniel Franzén unsere jüngste Tischserie Chamfer.

1998 waren es 100 Jahre, seit Karl Andersson begann, „gut gemachte und haltbare Möbel“ herzustellen. Dieses Jubiläum feierte man mit einer großen Ausstellung im Landesmuseum von Jönköping sowie mit königlichem Besuch in Huskvarna, wo König Carl XVI. Gustaf an einem denkwürdigen Tag die Möbelfabrik besuchte und im Kreise aller Mitarbeitern sowie geladener Gäste in der neuen Produktionsanlage zu Mittag speiste. 2003 haben wir die Fabrik in Huskvarna erneut ausgebaut und seither fertigen wir alle unsere Möbel in dieser Anlage.

In Zusammenarbeit mit der schwedischen Zentralbehörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA) haben wir eine Reihe von Projekten in Afrika, Südamerika und Indien durchgeführt. Anfang der 1980er Jahre boten wir in Huskvarna Möbelschreiner-Ausbildungen an, an denen über 10 Personen aus Swasiland, Tansania und Botswana teilnahmen. Einige Jahre später unterstützten wir die Gründung einer Möbel- und Schreinereifabrik in Mbeya im tansanischen Binnenland. Sechs Monate lang halfen wir vor Ort sowohl bei Einkäufen und Lieferungen aller Maschinen und Ausrüstungsteile sowie bei Personalschulung und Inbetriebnahme der Fabrik. In den Jahren 1995 bis 1997 bildeten wir chilenische Schreiner der Möbelfabrik Muebles Sur in Santiago aus, die daraufhin für mehrere Jahre einige unserer Möbelserien in Lizenz herstellten. 1999 bis 2001 schulten wir acht Mitarbeiter von Living Room Lifestyle in Bombay und Goa in Indien auf den Gebieten Unternehmensleitung, Marketing, Design und Fertigung.

2002 nahmen wir erstmals an der großen Möbelmesse Salone Internazionale del Mobile in Mailand teil, wo wir seither jedes Jahr ausstellen, ebenso wie auf der jährlichen Stockholm Furniture Fair im Februar. Im Herbst pflegen wir auf der Orgatec in Köln und auf der Habitare in Helsinki auszustellen, die alle zwei Jahre stattfinden.

Im Laufe der Jahre haben unsere Produkte mehrere Auszeichnungen und Preise gewonnen. Der Schrank Hommage Josef Frank (1986) erhielt die inzwischen nicht mehr existierende Auszeichnung Utmärkt Svensk Form. Daraufhin kaufte das Nordische Museum das Möbelstück als Ausstellungsobjekt. Die Auszeichnung Utmärkt Svensk Form erzielten auch unsere Tische Tema und KvadratiKvadrat (1987), Prima Vista (1988), Kaskad (1993), Kazetti Office (1997) und Trio (1999) sowie die Sitzmöbel-Serie Katell (1997). Den Preis Möbel des Jahres sprach die Einrichtungszeitschrift Elle Interiör unseren Tischen Brygga (2005), Chamfer (2006) und Newton (2010) zu. Newton gewann 2009 außerdem den Nordisk-Design-Preis. Den jüngsten Designpreis Design S (Swedish Design Award) der Branchenvereinigung Svensk Form gewann unser Tisch Thinner 2009.

2009 lief auch die Produktion in unserer neuen Produktgruppe KA Small an. Im selben Jahr präsentierten wir unser ebenso kleines wie geniales Stabregal Piniwini, das auf der Mailänder Messe großes Interesse genoss. Heute besteht small by KARL ANDERSSON & SÖNER aus einer Reihe von kleinen und ausgeklügelten Produkten wie Chess, FlipFlop, Knob und ponoq, die den Alltag etwas leichter und fröhlicher machen. Mit den neuen small-Produkten nahmen wir 2010 erstmals an der Formex-Messe für Geschenk- und Innendekoration teil.

Heute leiten Karl Anderssons Urenkel Maria, Sara und Andreas Wadskog das Unternehmen. Produktion, Verwaltung und Ausstellungsräume liegen in Huskvarna. Insgesamt beschäftigt Karl Andersson & Söner etwa 30 Mitarbeiter in Entwicklung und Fertigung von Planken und Brettern bis hin zum fertigen Möbelstück. Dabei wird die Familie von kompetenten Verkäufern und einem phantastischen Produktionsteam unterstützt, die dazu beitragen, dass Karl Andersson & Söner seinen guten Ruf als Anbieter hochqualitativer, klassischer Holzmöbel aufrecht erhalten kann. Unsere kleine Fabrik in Huskvarna produziert auch heute noch „gut gemachte und haltbare Möbel“, die in alle Welt exportiert werden.

 

Handmade in Huskvarna. Since 1898. 

 
Karl Andersson
Fabriken i Berghem
Öresund
Trippo
Chamfer, Trippo